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Der lustige Herr Ströbele

von den Grünen meint, sängen "türkischstämmige Mitbürger die dritte Strophe auf türkisch", so sei das ein Zeichen der Integration, ja der Vielsprachigkeit.

Und so fordert er, daß der Text unserer deutschen Nationalhymne in türkischer Version vorhanden sein sollte.

So meint der lustige Herr Ströbele. Abgesehen davon, daß Deutschland gar kein vielsprachges Land ist – die Schweiz ist vielsprachig – könnte man es auch als Zeichen von Integration deuten, wenn viele der hier teilweise seit mehr als 10, 15 oder 20 Jahren lebenden ausländischen Mitbürger endlich mal Deutsch lernen würden.

Ich hab gar nichts dagegen, wenn sie hier leben, im Gegenteil. Sie bereichern unsere Kultur mit Teilen der ihren, sie haben einigen von uns ihr Land, ihre Sprache, ihre Lebensfreude näher gebracht, unsere kulinarischen Genüsse bereichert, sind Kollegen, Nachbarn, Freunde geworden, haben Vorurteile als Vorurteile entlarvt, zahlen unsere Renten, Arbeitslosenbeiträge und die Krankenkasse. Letzteres wird von den Stolz-Deppen mit Hohlraum unter der Glatze und Teilen des bollevardmediengeilen Dumm-Mobs leider immer unterschlagen.

Was mich aber stört ist, daß ich mich mit zu vielen von ihnen einfach nicht unterhalten kann, obwohl sie seit vielen Jahren hier leben. Das erschwert die Verständigung. Und Verständigung ist ja nicht nur Unterhaltung.

Man kann nun argumentieren, daß das nichts mit mangelnder Integration zu tun hat – einverstanden. Aber wenn der lustige Herr Ströbele solche April-Scherz-Vorschläge macht, muß er sich fragen lassen, welche äußeren Anzeichen von Integration er noch vermißt, außer, daß der Text unserer Nationalhymne nicht in türkischer Übersetzung zur Verfügung steht um unseren türkischen Mitbürgern das lang ersehnte Mitsingen zu ermöglichen.

Vielleicht leidet der lustige Herr Ströbele auch unter einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, daß er diesen inneren Zwang verspürt, von Zeit zu Zeit durch lustige Vorschläge auf sich aufmerksam zu machen.

Aber warum ignoriert der lustige Herr Ströbele dann, daß in Deutschland auch Italiener leben? Jugoslawen? Griechen, Spanier, Rumänen, Iraner, Araber, Korsen, Polen, Russen, Franzosen, Briten, Amerikaner, Iren, Schotten, Letten, Finnen usw. usw. usw.

Ich erinnere mich an eine junge Frau, die als Altenpflegerin jeden Tag deutschen Omas und Opas den Hintern abgewischte, sie trocken gelegt, sie gefüttert, gewaschen und getröstet hat. Ihr Name war Jerusalem. Nachname habe ich vergessen. Sie kam aus Äthiopien. Dort spricht man über 100 Sprachen.

Vielleicht sollte der lustige Herr Ströbele sich noch darum kümmern, daß unsere Nationalhymne in Silt'e, Komo, Kacipo-Balesi, Argobba oder Uduk übersetzt werde.
Argobba dann aber bitte noch in die einzelnen Dialekte Aliyu Amba, Harar, Shoa Robit und Shonke.

Das wäre sehr nett vom lustigen Herrn Ströbele. Dann könnte endlich auch Jerusalem mitsingen. Aber die kann ja Deutsch. Und singt trotzdem nicht.
4.5.06 10:35
 
s



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