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Sprache

Die (unsere) deutsche Sprache ist unbeliebt. Sie ist bäbä. Sie ist langweilig.

Jedenfalls muß man zu dieser Ansicht kommen, wenn man den Dummschwallern aller möglichen sogenannten Lifestyle-Magazine der Privatsender zuhört oder die Absonderungen der MacherInnen bunter Promiklatsch-Frisur-Schmink-Schuh-Klamottenblätter liest.

Deutsch bringt keinen Fun, man schämt sich fast dafür. Am besten benutzt man ins neudummdeutsch adaptierte Anglizismen (ohne Sinn und Verstand) weil diese sich vorzüglich dazu eignen, sich selbst ein weltläufig gebildetes Niveau einzureden und anderen das Gefühl zu geben, sie haben es mit einer besonderen Ausgabe kosmopolitischer Gesinnung und weltbürgerlicher Geisteshaltung zu tun.

Sie erzählen Unwichtiges, Banales, Nebensächliches, machen die Mücke zum Hochglanzelefanten und berichten von Menschen, die die Welt nicht braucht und die im Grunde nichts zu sagen haben. Gut aussehen und Geld zu haben muß reichen um wichtig zu sein. Oder ist es wichtig zu erfahren, welches der Trällergirls amerikanischer Charts sich einen Schlampenstempel über den Arsch tätovieren ließ? Oder ist es von Belang mit wem Tom Cruise gerade pimpert? Viel interessanter wäre es, Tom Cruise' Beziehung zur Psychosekte Scientology kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen. Aber das läßt sich nicht so schön auf Hochglanzseiten drucken und kommt wohl auch ganz schlecht an. Stattdessen wird darüber schwadroniert welche Jeansmarke auf New Yorks Promiparties gerade total in ist, und eine Welt verkauft, die sich 99,99999 Prozent der LerserInnen oder ZuschauerInnen niemals leisten können.

Deutsche Sprache ist da einfach hinderlich, provinziell und total uncool. So gibt es immer weniger Kinder in Deutschland, dafür aber immer mehr „Kids". Alles ist Power, dafür aber kraftlos. Stylisch muß ohnehin alles sein, sonst darf man sich schon gar nicht mehr blicken lassen in der „City".

Und ich frage mich, warum sich scheinbar immer mehr Menschen unserer deutschen Sprache schämen. Ist sie so untauglich, sich damit auszudrücken? Ist sie unterentwickelt und bietet zu wenig Möglichkeiten?

Oder handelt es sich bei den Verschwurblern und Sprachpanschern einfach nur um Phrasendrescher die im Grunde nur ein kenntnis- und empfindungsleeres Weltbanausentum repräsentieren, einhergehend mit dumpfen spießbürgerlichen Ressentiments gegen alles Nichtglobale?
12.3.06 19:25
 
s



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